Aktuelles

7. Mai 2026
Wir laden Sie herzlich zu einer besonderen Lesung ein: Texte von Inhaftierten geben seltene Einblicke in das Leben hinter Gefängnismauern und regen zum Nachdenken über Menschlichkeit, Freiheit und Verbindung an. Die Veranstaltung findet am 12.06.2026 von 18.00 bis 20.00 Uhr im Vollrath-Hermisson-Haus (Anlauf- und Beratungsstelle für Haftentlassene) statt. Die Lesung wird von Ehrenamtlichen des Bezirksvereins gestaltet und begleitet und ist Teil des „Engagierten Juni“ der Stadt Freiburg. https://www.freiburg.de/pb/2529683.html Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen!
2. Februar 2026
Im Januar stehen die BuchBuden im Fokus des Jubiläumsjahres der Freiburger Bürgerstiftung. Daher waren am 27.01.2026 der Autor Arne Bicker und der Musiker / Songwriter Oliver Scheidies in der Anlaufstelle für Haftentlassene zu Gast. An diesem sozialen Ort steht eine der inzwischen elf BuchBuden, die von Buch-Patinnen betreut werden. Der Abend wurde zu einer Feier der Poesie und des Lebens, der alle Gäste im vollen Saal beglückt und begeistert hat. Es muss nach bestuhlt werden, als der Autor Arne Bicker und der Musiker und Songwriter Oliver Scheidies in der Anlaufstelle für Haftentlassene auftraten. Fast 50 Menschen hörten gebannt den Texten von Arne Bicker und den Songs von Oliver Scheidies. Der Abend wurde zu einer Feier der Poesie und des Lebens, der alle Gäste im vollen Saal beglückt und begeistert hat.
7. November 2025
Ein besonderer Höhepunkt des Geschäftsjahres 2025 war der Besuch der Landesjustizministerin Marion Gentges (CDU) zusammen mit der Landtagsabgeordneten Gabi Rolland (SPD) am 20. Oktober 2025 in unserer Anlaufstelle für Haftentlassene in Freiburg. Die Ministerin nahm sich ausführlich Zeit, um sich gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden, der Geschäftsführerin, einem Mitglied des Beirats sowie vier Mitarbeitenden aus den verschiedenen Projekten unseres Bezirksvereins über die aktuellen Herausforderungen in der freien Straffälligenhilfe und Perspektiven einer auskömmlichen Finanzierung auszutauschen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die zunehmend komplexen Problemlagen der von unseren Sozialarbeiter*innen betreuten Klient*innen. Zusätzlich zu den Folgen ihrer Haft erschweren psychischen Erkrankungen und polytoxe Suchtprobleme sowie hohe Schulden ihre Reintegration in die Gesellschaft. Diese zunehmenden Mehrfachbelastungen stellen sowohl die Betroffenen als auch die Mitarbeitenden vor große Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund wurde sodann intensiv die angespannte finanzielle Situation der Einrichtung thematisiert, die die nachhaltige Fortführung bewährter Angebote zunehmend erschwert. Einigkeit bestand hinsichtlich der hohen Bedeutung von Geldauflagenzuweisungen an justiznahe gemeinnützige Einrichtungen, wie die Bezirksvereine, welche durch ihre Arbeit den Justizhaushalt zu entlasten helfen. Die Ministerin zeigte sich tief beeindruckt von der engagierten Arbeit der Teams und betonte die gesellschaftliche Bedeutung der freien Straffälligenhilfe. Ihre anerkennenden Worte wurden von allen Anwesenden als wichtiges Signal der Unterstützung und Wertschätzung wahrgenommen. Darüber hinaus bot der Besuch Gelegenheit, der Ministerin das derzeit im Aufbau befindliche neue Projekt „Prevention first“ vorzustellen, das sich der spezialpräventiven Arbeit mit Täter*innen aus den Bereichen Stalking und sexualisierte Gewalt widmet. Damit erfährt unser Projekt „gegen gewalt tätig“ eine wichtige Ergänzung. Möglich wird dies durch einen Zuschuss der Stadt Freiburg im Rahmen der Umsetzung der Istanbul Konvention. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein der Intervention gegen weitere Gewaltformen und zur Vermeidung weiterer potenzieller Opfer. Der Projektstart ist für Anfang 2026 geplant. Der Besuch unterstrich eindrucksvoll, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Politik und Praxis ist, um die Bedingungen für wirksame soziale Arbeit im Bereich der freien Straffälligenhilfe nachhaltig zu verbessern.
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Der Bezirksverein für soziale Rechtspflege ist eine Organisation der freien Straffälligenhilfe.

Er unterstützt Gefangene und aus der Haft entlassene Menschen bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Zugleich versucht er den Vollzug von Haft zu vermeiden, um ihren schädlichen Folgen zu begegnen.

Der Bezirksverein wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geleitet und ist weder staatlich noch kirchlich oder politisch gebunden.